Fairtrade Mönkeberg
Die Gemeinde Mönkeberg ist neben Heikendorf die zweite Fairtrade Town-Gemeinde im Amt Schrevenborn.
Mönkeberg spielt seit 2021 in einer Liga mit Amsterdam, München, Madrid, London. Eine Steuerungsgruppe setzt sich mit ehrenamtlichem Engagement für den fairen Handel ein. Fünf Kriterien werden im Zwei-Jahresrhythmus überprüft.
Die Fairtrade Mönkeberg-Familie wächst weiter
In diesem Jahr steht die 2. Titelverlängerung für Fairtrade Mönkeberg an! Alle Antragsunterlagen sind erneut im Juni bei Fairtade Deutschland eingereicht – nun heißt es Warten auf die Rückmeldung aus Köln, dass nach der Titelverleihung 2021 und der ersten Verlängerung 2023 erneut 2025 feststeht:
Mönkeberg bleibt weiter Fairtrade Town
Zu den Kriterien, die dafür erfüllt werden müssen, gehört u.a. die Einrichtung einer Steuerungsgruppe, die Beteiligung von Gastronomie, Zivilgesellschaft, Schule und Einzelhandel durch den Verkauf und Bewerbung des fairen Handels. Daher gehören in Mönkeberg seit 2021 folgende Beteiligte zur Fairtrade Familie Mönkeberg:
Edeka Ristow
Zantopps Fährhaus
Bäckerei Wäger
BFT Tankstelle Mönkeberg
Grundschule An der Bake
Ev.-luth. Kirchengemeinde Mönkeberg Schönkirchen sowie die
Mönkeberger Ortsverbände von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und UWG.
Für das gemeinsame Engagement für Fairtrade danken wir an dieser Stelle als Steuerungsgruppe allen Mitstreitern und freuen uns auf alle weiteren Unternehmungen und Projekte.
Wir freuen uns an dieser Stelle mitteilen zu können, dass wir seit Juli 2025 zwei neue Beteiligte für unser Engagement gewinnen konnten:
Seit Juli 2025 dabei: Café Niehaus und Bäckerei Steiskal
Mit der Übernahme der Bäckerei Wäger durch die Steiskal GmbH & Co.KG aus Kiel im Frühjahr 2025 war die Beteiligung des zweiten gastronomischen Unternehmens zur Erfüllung der Fairtrade- Kriterien fraglich. Geschäftsführer Hendrik Rexin von Steiskal GmbH & Co.KG teilte auf Nachfrage und zu unserer Freude aber sehr schnell mit, dass sein Unternehmen künftig in Mönkeberg faire Produkte anbieten wird:
„Regionalität und Nachhaltigkeit sind Themen, mit denen wir uns alltäglich beschäftigen, immer in dem Bestreben uns stetig zu verbessern. Mit den Produkten der Kaffeeküste aus Laboe haben wir schon länger geliebäugelt. Hier ergänzen sich Regionalität und Fairtrade – und damit natürlich auch Nachhaltigkeit.
Um sicherzustellen, dass die Gemeinde Mönkeberg weiterhin das Fairtrade-Siegel tragen darf, haben wir uns nun kurzfristig entschieden, drei Fairtrade-Produkte der Kaffeeküste als Verkaufsartikel in das Sortiment der Filiale Mönkeberg aufzunehmen. Wir möchten damit als neues Mitglied der Gemeinde auch die Verbundenheit zu der Gemeinde und natürlich auch zu unseren Kundinnen und Kunden zeigen. Gleichzeitig führen wir mit dieser Entscheidung die Tradition der Bäckerei Wäger fort.“ (O-Ton Hendrik Rexin)
Fasching einmal anders in der Grundschule an der Bake
Seit Beginn des Schuljahres beschäftigt sich die Grundschule im Rahmen der Experimentierklausel mit den 17 Zielen für Nachhaltige Entwicklung. Einmal im Monat findet an unserer Schule für alle Jahrgänge ein Projekttag zu einem der Ziel statt - im Februar war es ein nachhaltiges Faschingsfest.
Im Vorfeld wurden Utensilien gesammelt, die sich für das Herstellen von Kostümen eignen. Auch der Schmuck für die Klassen bestand ausschließlich aus recyclebarem Material. So entstanden dann an einem Vormittag wunderbare Kostüme aus Stoff- und Wollresten , aus Pappkartons, Plastikflaschen, Dosen u.v.m.
Auf einem Catwalk in der Sporthalle durfte dann jedes Kind, begleitet von ganz viel Applaus, sein selbst gebasteltes Kostüm präsentieren. Am Ende des Vormittags waren sich alle einig: Das war ein ganz besonderes und tolles Fest.
Die Gemeindevertretung hatte am 13. Mai 2019 beschlossen, der Kampagne Fairtrade Town beizutreten und den Titel anzustreben. Seitdem haben viele Akteure mitgeholfen, die Antragsbedingungen zu erfüllen.
Zahlen, Daten und Fakten zu Fairtrade
- Vor 29 Jahren wurde der Verein TransFair von über 30 Organisationen u.a. mit folgenden Zielen gegründet: Ein einheitliches Siegel, verbindliche Standards des fairen Handels, stabile und faire Preise.
- Mehr als die Hälfte der Bürger*innen in Deutschland leben in einer Fairtrade Town
- Erste Fairtrade Town in Deutschland war Saarbrücken im Jahr 2009
- 90 Prozent der Deutschen kennen das Fairtrade-Siegel, das weltweit bekannteste Sozialsiegel
- Der Marktanteil der fairen Kaffeebohnen liegt bei nur 5 Prozent
- Kaffee ist mit knapp 30.000 Tonnen und mittlerweile 300 fairen Kaffeesorten das wichtigste Produkt
- Die Pro-Kopf-Ausgaben für faire Produkte liegen in Deutschland bei 23 Euro jährlich. Zum Vergleich: Österreich (44 Euro), in der Schweiz als unangefochtener Spitzenreiter weltweit sind es 99 Euro.
- 69 Prozent der Bundesbürger*innen kauften 2020 mindestens ein Fairtrade-Produkt
Das ist Fairtrade
- Marktzugang für die Produzenten: Durch den Fairen Handel erhalten Produzenten erstmals Zugang zu einem Exportmarkt unter fairen Bedingungen.
- Existenzsicherndes Einkommen Wesentlich ist die Zahlung eines Preises, der die Existenz der ganzen Familie des Produzenten sichert. Dazu gehören auch der Schulbesuch der Kinder und weitere soziale und ökologische Bedürfnisse.
- Bessere Arbeitsbedingungen Das Arbeitsumfeld muss sicher und gesundheitsverträglich sein. Es dürfen keine Diskriminierungen geschehen und die Gleichstellung der Geschlechter muss gewährleistet sein.
- Die Kinderrechte wahren Die Akteure des Fairen Handels respektieren die UN-Kinderrechtskonvention. Keine wirtschaftliche Ausbeutung oder gefährliche Arbeit, die die kindliche Erziehung, die Gesundheit oder der Entwicklung des Kindes schadet.
- Qualifizierung der Produzenten Fair-Handels-Organisationen beraten Produzenten (Organisationen) bei Fragen zur Organisation und bei der Weiterentwicklung.
- Ökologische Landwirtschaft fördern Umweltfreundliche und ökologische Landwirtschaft fördern.
Das Fairtrade-Siegel
Den Titel Fairtrade Town - verliehen von der Initiative „Fairtrade-Towns“ - erhalten Städte, Gemeinden und Kreise, die sich für die Förderung des Fairen Handels auf lokaler Ebene einsetzen. Weltweit existieren rund 2200 Fairtrade-Towns, in Deutschland nehmen bereits 760 Städte, Gemeinden und Kreise teil.
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Voraussetzung für die Anerkennung durch TransFair e.V. ist die Erfüllung verschiedener Kriterien – von der Einrichtung einer dauerhaften lokalen Steuerungsgruppe, über die Verwendung von Fairtrade-Produkten in öffentlichen Einrichtungen und die Vernetzung von Handel, Zivilgesellschaft, Kirchen und Gastronomie. In Mönkeberg haben viele Akteure dabei mitgeholfen, diese Bedingungen zu erfüllen.
Der Faire Handel garantiert gerechte Preise für Produkte, die in Ländern des Globalen Südens hergestellt werden und unterstützt dort eine eigenständige, soziale und umweltschonende Entwicklung der Produzent*innen und der Länder insgesamt.
Das Fairtrade-Siegel garantiert die Erfüllung der Standards des Fairen Handels. Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter Fairtrade-Towns.