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Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten

Etwa 430 Personen mit 18 verschiedenen Nationalitäten, davon sind rund 75 Prozent Familien, wurden bislang durch das Amt Schrevenborn untergebracht.

In der Gemeinde Heikendorf sind aktuell 230 Geflüchtete (Stand: Ende Mai 2024) in vom Amt angemietetem Wohnraum untergebracht, in Schönkirchen sind es 156 und in Mönkeberg 44 Personen. Freie Kapazitäten sind in den mehr als 100 Wohnungen und den beiden Gemeinschaftsunterkünften in Heikendorf und Mönkeberg bei optimaler Auslastung des Wohnraums noch für bis zu 80 Personen vorhanden. In 2023 wurden mit 143 Geflüchteten fünf Personen über dem Soll durch das Amt Schrevenborn aufgenommen. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Prognose des Kreises Plön von ursprünglich 1000 Geflüchteten auf tatsächlich 802 Geflüchtete korrigiert wurde.
Für 2024 soll das Amt Schrevenborn laut Prognose des Kreises Plön 115 Personen aufnehmen. Bisher konnten davon bereits 40 Personen untergebracht werden.


Weitere Gemeinschaftsunterkünfte

Aufgrund der hohen Anzahl an Geflüchteten, die das Amt in den letzten Monaten und Jahren unterbringen muss, reichen die von der Amtsverwaltung angemieteten Wohnungen schon jetzt nicht mehr aus und die amtsangehörigen Gemeinden haben für einen vorübergehenden Zeitraum für die Unterbringung von Geflüchteten z.B. eine ehemalige Schule und einen ehemaligen Kindergarten zur Verfügung gestellt. Die dadurch entstandenen ca. 130 Plätze sind aber zeitnah durch andere Unterbringungsmöglichkeiten zu ersetzen, da die Gebäude und Grundstücke anderweitig verplant sind. Daher hat sich die Amtsverwaltung an die Gemeinden gewandt mit der Bitte, jeweils ein Grundstück zur Verfügung zu stellen, auf dem kurzfristig ein Holzmodulbau errichtet werden kann. Alle drei Gemeinden haben nach einer Prüfung der Möglichkeiten, der Amtsverwaltung ein Grundstück für die Unterbringung von Geflüchteten zur Pacht angeboten.

Gemeinsam mit den drei Gemeinden plant das Amt Schrevenborn nun die Errichtung zusätzlicher, teilweise temporärer Gemeinschaftsunterkünfte. Die Planungen stellten Amtsdirektorin Juliane Bohrer und die Leiterin des Sozialamtes Petra Bertig in drei Einwohner*innenversammlungen im Juli 2023 in Schönkirchen, Heikendorf und Mönkeberg vor (siehe dazu auch die Präsentation rechts in der Randspalte).

Für Mönkeberg sind im Heikendorfer Weg vier Mobilheime für insgesamt 25 Personen vorgesehen. In Heikendorf und Schönkirchen sind zweigeschossige Holzmodulbauten im Neuheikendorfer Weg bzw. in der Schönberger Landstraße geplant, die jeweils ca. 50 Personen Platz bieten.

Ausschreibung für die Baumaßnahmen

Für die Bauprojekte läuft derzeit – nach einstimmigem Beschluss im Amtsausschuss - die Ausschreibung für eine schlüsselfertige Erstellung der Gemeinschaftsunterkünfte. Eine Fertigstellung der Holzmodulbauten (Heikendorf, Schönkirchen) und Mobilheime (Mönkeberg) wird voraussichtlich noch in diesem Jahr erfolgen. Am Standort Heikendorf auf dem Parkplatz des Kleingartengeländes wird für die dort wegfallenden Stellplätze Ersatz am Grasweg im Bereich der Zuwegung zu den Kleingärten geschaffen.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Zu diesem Prozess sowie dem weiteren Vorgehen fand und findet eine Öffentlichkeitsbeteiligung statt.

So gab es in den gemeindlichen Gremien Beratungen zur Verpachtung von Grundstücken an die Amtsverwaltung. Die entsprechenden Beschlüsse wurden jeweils auf der Homepage des Amtes öffentlich bekannt gemacht. Auch wurde das Thema wiederholt im Amtsausschuss behandelt - zuletzt im Rahmen der Nachtragshaushaltsplanung im Mai 2023, ausführlicher aber bereits im November 2022 (TOP Ö 13; 97/2022). Weitere Entscheidungen werden sich zur Ausschreibung der geplanten Holzmodulbauten anschließen und dann im Amtsausschuss beraten werden.

Es gab auch bereits direkte Gespräche mit unmittelbaren Nachbar*innen in Schönkirchen und Heikendorf, z.B. mit dem Vorstand des Kleingartenvereins, erstmalig im Februar und zuletzt im August 2023, um über die möglichen Ersatzflächen für Stellplätze oder auch weitere Bedürfnislagen des Vereins zu sprechen.

Außer der grundsätzlichen Suche nach einem Grundstück und der Öffentlichkeitsbeteiligung fand bislang eine Prüfung der Kampfmittelbelastung sowie der Bodeneignung statt. Das Ergebnis der Bodengrunduntersuchung ist mittlerweile eingegangen und es werden weitere, konkretisierte Planungen durch einen Architekten beauftragt. Danach schließen sich ein Bauantragsverfahren beim Kreis Plön und später eine Ausschreibung des geplanten Holzmodulbaus an. Diese Verfahrensschritte werden noch einige Monate in Anspruch nehmen.

Das Amt geht davon aus, dass sich konkrete Bauarbeiten 2024 realisieren lassen.

Betreuung der geflüchteten Menschen

Alle dem Amt Schrevenborn zur Unterbringung zugewiesenen geflüchteten Menschen werden durch die Amtsverwaltung im Rahmen der begleitenden Betreuung zum Leben in Deutschland beraten. Dazu gehört auch die Vermittlung von Ansprechpartnern sowie die Kontaktaufnahme zu anderen Behörden.

Darüber hinaus engagieren sich viele Einheimische in den drei Gemeinden ehrenamtlich und unterstützen die Integration der Geflüchteten individuell oder organisiert – wie zum Beispiel in der Flüchtlingshilfe Schönkirchen e. V., im StöberKabuff des Vereins „För Mönkeberg“ in Mönkeberg und in der Begegnungsstätte der AWO Ukraine-Hilfe in Heikendorf. Diese ehrenamtliche Unterstützung ist für die Amtsverwaltung eine wichtige Ergänzung in der Flüchtlingsbetreuung.




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