Appell an den Kreis Plön: Kreisumlage senken

Nach Heikendorf und Mönkeberg hat nun auch die Gemeinde Schönkirchen eine Resolution zur Kreisumlage verabschiedet. Darin wird der Kreis Plön aufgefordert, die vor zwei Jahren von 35 auf 36 Prozent angehobene Kreisumlage um diesen 1 Prozentpunkt wieder zurückzunehmen.

Haushaltsüberschuss beim Kreis in Millionenhöhe

Begründet wurde der CDU-Antrag vom Fraktionsvorsitzenden Eckhard Jensen mit dem hohen Kreis-Haushaltsüberschuss und einem seien Angaben zufolge freien Finanzspielraum von etwa 3 Millionen Euro sowie mit der abgeschlossenen Haushaltskonsolidierung. Für die drei Gemeinden im Amt Schrevenborn würde sich die Rücknahme mit einem Plus von rund 80.000 Euro (Heikendorf), 60.000 Euro (Schönkirchen) und 40.000 Euro (Mönkeberg) bemerkbar machen. Dem Antrag folgten letztlich alle Gemeindevertreter. Lediglich SPD-Fraktionschef Kai Bellstedt enthielt sich bei der Abstimmung unter Hinweis auf den von der Kooperation aus SPD, Grünen und FWG vorgeschlagenen Kompromiss (Rücknahme um 0,5 Prozent) im Plöner Kreistag.

Mobilitätsstation am Bahnhof Oppendorf: Noch Klärungsbedarf

Noch erheblichen Klärungsbedarf sehen Schönkirchens Kommunalpolitiker bei dem von der Stadt Kiel geplanten Bau eines Park-and-Ride-Parkplatzes (Mobilitätsstation) auf dem Bahnhofgelände von Oppendorf. Wie berichtet, soll
die Kiel-Schönberger Bahnstrecke Hein Schönberg Anfang 2017 auf einem ersten Teilabschnitt zwischen Kiel Hauptbahnhof und Oppendorf von der AKN Eisenbahn AG in Betrieb genommen werden. Dafür wird derzeit der Bahnsteig am Oppendorfer Bahnhaltepunkt barrierefrei umgebaut.

Kiel plant in einem zweiten Schritt den Bau einer Mobilitätsstation – mit Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge, Motorräder, Fahrräder sowie einem Wendeplatz für Gelenkbusse. Schönkirchen wird an dem Planverfahren beteiligt, da eine Teilfläche des vorgesehenen Park-and-Ride-Platzes in der angrenzenden Straße Fliedergarten in Schönkirchen-Anschütz Gemeindeareal ist. Bis zur Vorlage eines „schlüssigen Verkehrskonzeptes“ der Stadt Kiel insbesondere unter Berücksichtigung des Busbedarfs ruht das Thema vorerst auf Schönkirchener Seite. Nach ausführlicher Beratung im Bau- und Umweltausschuss wurde der Tagesordnungspunkt vertagt. Auf einmütig gebilligten Antrag der Grünen-Fraktion wurde die Amtsverwaltung beauftragt, in Gesprächen mit Kiel die Interessen Schönkirchens zu vertreten. (CK)

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