Schönkirchener fragen - Bürgermeister-Kandidat Gerd F. Radisch antwortet

Das Interesse war groß bei der öffentlichen Vorstellung des Schönkirchener Bürgermeisterkandidaten Gerd F. Radisch. Gut 100 Zuhörer waren in die Aula der Schule im Augustental gekommen, um den 62-jährigen live zu erleben.

Großer Zuspruch bei der Info-Veranstaltung in der Aula des Schulzentrums

Und der gebürtige Dresdner, der in Hamburg aufgewachsen ist und noch in Bad Schwartau wohnt, war gut aufgelegt. „Positiv überrascht“ über das rege Interesse trotz Konkurrenzveranstaltungen wie Fußball im Fernsehen und Elternabenden ging der diplomierte Volks- und Betriebswirt auf Stationen seiner beruflichen Vita ein, auf sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement als Stadtverordneter in Bad Schwartau mit dem Schwerpunkt Finanzen, Tourismus und Wirtschaftsförderung. Schönkirchen sei ein „Ort zum Wohlfühlen mit sehr hoher Freizeitqualität“. Das habe der passionierte Ausdauersportler (lange Radtouren und Marathonläufe) schon bei seinem ersten Besuch festgestellt. Die Infrastruktur insbesondere im Kita- und Schulbereich sei exzellent, der geplante Sky-Markt in der Schönberger Landstraße überaus wichtig als Einkaufsmöglichkeit, die aktuell fehlt in der Ortsmitte. Und: Die Ausschreibung der hauptamtlichen Bürgermeisterstelle, die Suche aller Parteien nach einem gemeinsamen Kandidaten habe ihn „elektrisiert“.

Ob man denn überhaupt zur Wahl am 6. November gehen sollte, wo es doch nur einen Bürgermeisterkandidaten gebe, wollte eine Zuhörerin in der anschließend von Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp moderierten Fragerunde wissen. „Sie sind der Souverän. Sie können mit Ja oder Nein stimmen. Ich bin also keinesfalls schon gewählt“, erklärte Radisch und appellierte eindringlich an alle Schönkirchener, am 6. November zur Wahl zu gehen. Mit 62 Jahren sei er noch topfit und wolle mit seinen langjährigen Erfahrungen nun in einer gestalterischen Position wirken. Angesprochen auf sein Alter meinte der selbstständige Unternehmens- und Personalberater, der unverheiratet in fester Beziehung ist, dass er zwei sechsjährige Amtszeiten als Bürgermeister anstrebe. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit - im Falle einer Wahl - werde seinen Angaben zufolge die Weiterentwicklung Schönkirchens als Wohn- und Wirtschaftsstandort sein. Radisch möchte mittelständische Unternehmen ansiedeln ("Dann bleiben die Steuern in der Gemeinde") auf den neuen Gewerbeflächen. Der mit dem Zuzug neuer Familien steigende Bedarf an Wohnraum, Schul- und Kitaplätzen sei eine große Herausforderung. Die Schulwegsicherung im Bereich Augustental mit bislang von Kreisseite abgelehntem Fahrradweg als Ziel liege ihm besonders am Herzen. Für Berufspendler sehr attraktiv sei die Reaktivierung der Bahnstrecke Hein Schönberg, von der Gemeinde Schönkirchen übrigens schon im Jahr 1996 mit angeschoben.

Wahl, Vereidigung, Amtsantritt: Der weitere Zeitplan

Zu Beginn der Info-Veranstaltung hatte Schönkirchens ehrenamtlicher Bürgermeister Peter Zimprich bei der Begrüßung der Zuhörer erklärt, dass er mit seinem Rückzug zum Jahresende „den Weg frei gemacht hat“ für die Rückkehr zur Hauptamtlichkeit. Bei einer Wahl von Gerd F. Radisch am 6. November sei laut Amtsdirektor Hehenkamp dessen Vereidigung in der Gemeindevertreter-Sitzung am 8. Dezember vorgesehen, um am 2. Januar den Dienst als Bürgermeister von Schönkirchen anzutreten. Auf Nachfrage aus dem Zuhörerkreis hatte Amtsvorsteher Eckhard Jensen zuvor von insgesamt fünf Bewerbern berichtet. Drei Kandidaten hatte das achtköpfige Auswahlgremium zur Bewerbungsrunde eingeladen, von denen sich letztlich zwei vorstellten. Die Schönkirchener Parteien verständigten sich schließlich darauf, Gerd F. Radisch als gemeinsamen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl zu nominieren. (CK)

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