Neuer Konzeptentwurf zur geplanten Gewerbegebietserweiterung in Schönkirchen

Die Konzeption für die geplante Erweiterung des Schönkirchener Gewerbegebietes Söhren ist noch einmal überarbeitet worden. Eine wesentliche Änderung des vom Kieler Planungsbüro B 2 K jetzt im Bau- und Umweltausschuss vorgestellten Entwurfs ist die Verlegung der Ersatz-Kleingartenflächen.

Der Vorteil: Der neue Standort am Rande des Gewerbegebietes schließt sich direkt an die bestehenden Kleingartenparzellen an und fügt sich - von vorhandenen Knicks umgeben - ohnehin besser in das Gesamtareal ein. Die Erschließung der neuen Gewerbeflächen soll nach jetzigem Planungsstand über einen Verkehrskreisel und eine nunmehr größere Zufahrt im Bereich der Schnellstraßenanbindung zur B 502 erfolgen. Als weitere Änderung ist ein vergrößertes Regenrückhaltebecken in die Planung aufgenommen worden. Der jetzt vom Bauausschuss einstimmig gebilligte Konzeptentwurf sieht zudem den Erhalt der kleinen Waldfläche in einem geschützten Feuchtbiotop im Zentrum des Geländes vor. Ob am nordöstlichen Rand der künftigen Gewerbeflächen in Bereich des Mönkeberger Weges tatsächlich eine kleine Wohnbaufläche zur Abrundung der dortigen Straßenrandbebauung ausgewiesen wird, soll im weiteren Verfahren endgültig geklärt werden.
Vermarktet werden sollen die Gewerbegrundstücke auf etwa 12,5 Hektar Gesamtfläche in Grundstücksgrößen zwischen 2000 und 10.000 Quadratmetern. Im Zuge der Erschließung wird an der Schönberger Landstraße als Kernstück der Planung ein Verbrauchermarkt mit Backshop, Getränkefachhandel und einem zusätzlichen Drogeriefachmarkt entstehen. Für die dafür benötigten Teilflächen des Kleingartengeländes wird an anderer Stelle im Gewerbegebiet Ersatz geschaffen. Bei einem weiteren Abstimmungsgespräch zwischen Kleingärtnerverein und Gemeinde Anfang Oktober soll der Bedarf an Gartenparzellen im Ausweichgebiet geklärt werden. Die planerischen Voraussetzungen für einen Baubeginn werden von Gemeindeseite bis voraussichtlich Mitte/Ende 2017 geschaffen sein.

Teure Oberflächenentwässerung

Mit Kosten für die Gemeinde in einer Größenordnung von etwa 1,3 Millionen Euro schlägt die für 2017 vorgesehene weitere Umsetzung des Oberflächenentwässerungskonzeptes in Schönkirchen zu Buche. Vor allem mit Blick auf die geplanten neuen Gewerbeflächen und künftige Starkregenereignisse sind in verschiedenen Gemeindebereichen bereits Regenwasserrohre mit größeren Durchmessern verlegt worden. Für die Erneuerung und Vergrößerung des Bahndurchlasses am Wald Großholz als nächsten Schritt hat das Planungsbüro Hinz 610.000 Euro veranschlagt, eine Investition, die von der Gemeinde kreditfinanziert werden muss. Das gilt auch für die Sanierung der Regenwasserkanäle in der Schönberger Landstraße und Mühlenstraße (Gemeindeanteil: 647.000 Euro) sowie für die Neuordnung der Regenwasserführung im Bereich des Bahnhofs (95.000 Euro). Bei diesen beiden Maßnahmen trägt der Abwasserzweckverband Ostufer Kieler Förde die Hälfte der Gesamtkosten. Nach ausführlicher Diskussion sahen alle Bauausschussmitglieder letztlich die Notwendigkeit für die teuren Sanierungsmaßnahmen trotz schlechter Finanzlage.
Die Gemeindevertretung wird in ihrer Sitzung am Dienstag, 27. September, über diese und weitere Themen beraten und endgültig entscheiden. Die Sitzung beginnt um 19.30Uhr im Schönkirchener Gemeindebüro. (CK)

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