Weitere Fördermittel für das Rudolf-Behrend-Haus
Land mit Förderbescheid für knapp 450.000 Euro: Das denkmalgeschützte Rudolf-Behrend-Haus in Neuheikendorf soll sich, wie mehrfach berichtet, zu einem soziokulturellen Zentrum in der Gemeinde Heikendorf entwickeln. Dazu muss die historische Reetdachkate, in der einst der Kunstmaler Rudolf Behrend lebte, aufwändig saniert werden.
Einen symbolischen Förderscheck in Höhe von exakt 449.850 Euro überreichte Cornelia Schmachtenberg, Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz, an Heikendorfs stellvertretende Bürgermeisterin Angela Kahrs. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK).
„Ehrenamtliches Engagement der Menschen vor Ort macht unsere Dörfer so lebenswert, so Ministerin Schmachtenberg bei der feierlichen Übergabe vor dem Behrend-Haus. „Damit das auch in Zukunft so bleibt, unterstützen wir die Kommunen gezielt und investieren in Orte der Begegnung.“ Die nach Gründung des Fördervereins Ende 2021 stetig steigende Mitgliederzahl mit aktuell 90 zumeist aktiv Engagierten, hatte Fördervereins-Vorsitzende Brigitte Kemlein zuvor berichtet, zeige wie groß das Interesse am Erhalt der alten Bauernkate in Neuheikendorf ist. Seit einigen Jahren nun schon stehen kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge und Matinees, Sommerfeste, die Präsentation von Kunsthandwerk, Ateliertage oder etwa auch regelmäßige Treffen für Hörgeschädigte und Familienfeste auf dem Programm. „Unsere Vision ist eine Künstlerkate, ein Treffpunkt für Heikendorf“, so Brigitte Kemlein.
Beginn der Bauarbeiten im Herbst 2026
Die Kosten für die Sanierung und Umnutzung des Erdgeschosses sind mit etwa 600. 000 Euro veranschlagt. Neben den Landesmitteln von 450.000 Euro steuert die Gemeinde Heikendorf 150.000 Euro bei. Dazu kommt noch die Erneuerung bzw. Instandsetzung des Reetdaches und Dachgeschosses, dessen Finanzierung mit Spenden der Stiftung Förde Sparkasse (140.000 Euro) und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (50.000 Euro) sowie Eigenmitteln des Fördervereins gedeckt ist. Die Baumaßnahmen sollen im Herbst 2026 beginnen und voraussichtlich Ende 2027 abgeschlossen sein.
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