Amtsentwicklungsplan der Öffentlichkeit vorgestellt
Ideen, Anregungen und Vorschläge von Einwohnern aus den drei Gemeinden
Wohin soll die Entwicklung im knapp 19 000 Einwohner zählenden Amt Schrevenborn gehen? Um diese Frage ging es im Kern laut Brigitte Wotha vom Büro für Stadt- und Regionalentwicklung in Strande. Im AEP sind eine Reihe von Handlungsfeldern mit Stärken und Schwächen, Chancen und Gefahren beleuchtet worden. Dazu wurde einen gemeinsame Zukunftsstrategie festgelegt mit dem eindeutig definierten Ziel eines Füreinander im Amt Schrevenborn.
Groß und intensiv war die Beteiligung im Heikendorfer Ratssaal beim Workshop zum Amtsentwicklungsplan.
Nach Kurzpräsentation der Expertise hatten interessierte Einwohner aus dem Amtsbereich jetzt bei einem Workshop Gelegenheit, ihre Idee und konkreten Vorschläge zu äußern. Diese würden laut Amtsvorsteher Eckhard Jensen als Anhang in den AEP eingearbeitet. In fünf Themenbereichen (Leben und Wohnen, Pflege und soziale Verantwortung, Wirtschaft und Beschäftigung, Tourismus und Standortmarketing, Kinder und Jugendliche) wurden die Anregungen aus der Versammlung gesammelt. Da ging es beispielsweise um bezahlbaren Wohnraum und zu hohe Grundstückspreise, um die Positionierung Heikendorfs als demenzfreundliche Gemeinde und barrierearmer Tourismusstandort. Gewünscht wurde von Workshop-Teilnehmern für den Bereich Wirtschaft/Beschäftigung eine gemeinsame Vermarktung von Gewerbeflächen oder etwa auch die Förderung des örtlichen Einzelhandels. Und auch ganz konkret die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Heikendorfer Dorfstraße war ein Thema, Mobilität im Alter, spezielle Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche (z.B. Wochenend-Kino). Das maritime Flair im Ostseebad Heikendorf sei zwar ein echtes Plus, auch das merkten nicht wenige der 50 Teilnehmer an, nur leider verbunden mit dem Charme der 1960er Jahre als gleichzeitig große Schwäche. Insgesamt gebe es viel Entwicklungspotenzial in den drei Gemeinden mit Synergien bei verstärkter Zusammenarbeit.
Stärken, Schwächen, Anregungen und Vorschläge in fünf verschiedenen Themenbereichen.Der AEP wird am 22. Februar mit den entsprechenden Nachträgen vom Amtsausschuss endgültig beschlossen und ist , wie Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp betonte, als Agenda 2030 für das Amt keine Planung für die Schublade. (CK)
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