Schenkung von Behrend-Werken an das Künstlermuseum Heikendorf
17 Ölgemälde und ein Triptychon des Heikendorfer Malers Rudolf Behrend (1895- 1979) erweitern die Sammlung des Künstlermuseums Heikendorf. Prof Dr. Uwe Ruberg, Behrend-Experte und langjähriger Vertrauter der Tochter des Malers, Lisa Behrend, überlässt die Bilder dem Museum als Schenkung aus dem Nachlass und seinem Privatbesitz.
Museumsleiterin Dr. Sabine Behrens, Bürgermeister Tade Peetz und Ulrich Steffen vom Vorstand der Heinrich-Blunck-Stiftung, sowie Brigitte Kemlein vom Förderverein Behrend-Haus nahmen die Schenkung bei einem Pressetermin in Abwesenheit des Spenders „mit großer Dankbarkeit“ entgegen. Drei Winterbilder Behrends, ein Bildnis des Malers Oskar Kokoschka sowie zwei Tiermotive erweitern nun den Bestand des Künstlermuseums. Auch das Lieblingsbild („Steilküste“) der langjährigen Medienreferentin und Mitbegründerin des Künstlermuseums, Ursula Baldrich, ist nun Teil der Sammlung geworden. Zusammen mit dem Frühwerk „Das Paradies“, das Behrend als 15-Jähriger malte und selbst als nicht vorzeigewert erachtete, sowie vier abstrakten Gemälden ist das Schaffensspektrum des Malers Behrend mit dieser Schenkung geradezu vollständig repräsentiert, so Museumsleiterin Behrens.
Etwa 80 weitere Werke des Malers hat der Förderverein Behrend-Haus als Dauerleihgabe in seinem Fundus. 20 Bilder werden in einem Raum des denkmalgeschützten Reetdachhauses in Neuheikendorf dauerhaft gezeigt.
Neben dem Wohn- und Atelierhaus des Malers Heinrich Blunck, das heute das Künstlermuseum Heikendorf beherbergt, zählt das Wohn- und Atelierhaus des Malers Rudolf Behrend zu den letzten beiden noch existierenden Künstlerhäusern in Heikendorf. Rudolf Behrend wurde 1895 in Neuheikendorf geboren und starb dort im Jahr 1979. Er gehörte zu den Mitgliedern der Künstlerkolonie Heikendorf.
Neben dem Künstlermuseum hat es sich auch die Gemeinde Heikendorf zur Aufgabe gemacht, dieses kulturelle Erbe mit zu erhalten. Die Mitgliedschaft der Gemeinde bei euroart, der Vereinigung europäischer Künstlerkolonien, unterstreicht dies.
Die Tochter Rudolf Behrends, Lisa Behrend, lebte im Behrend-Haus bis zu ihrem Tod im Jahre 2017. Ihr Nachlass ging an den langjährigen Vertrauten und Behrend-Experten Prof. Dr. Uwe Ruberg. Sein größtes Anliegen ist es, das kulturelle Erbe des Künstlers Behrend zu würdigen und zu bewahren. Im Sommer 2023 hat die Gemeinde Heikendorf das ehemalige Anwesen Rudolf Behrends übernommen. Er ist sehr glücklich, dass die Gemeinde die Verantwortung übernommen hat, das Haus mit charakteristischen Beständen aus dem künstlerischen Nachlass zu erhalten und dort ein soziokulturelles Zentrum zu schaffen. Der zu diesem Zweck gegründete Förderverein Behrend-Haus ist u. a. mit der Beschaffung der Finanzmittel und der Erarbeitung eines Nutzungskonzepts betraut.
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