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Ich möchte Ihnen ergänzend ein paar Hintergründe erläutern.

Am 10.01.2022 haben die Amts- und Gemeindebüroleitungen und ich aufgrund der aktuellen Entwicklungen beraten und entschieden, welche Veränderungen aufgrund der erhöhten Inzidenz und der sicher verändernden Rechtslage auch hausintern erforderlich sind. Ausfluss dieser Beratung war die Abfrage nach dem aktuellen Impfstatus auf freiwilliger Basis, auf die sehr viele von Ihnen auch sehr schnell geantwortet haben und die uns nun eine deutlich dezidiertere Reaktion ermöglicht. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bei Ihnen bedanken.

Ich habe von verschiedenen Stellen die Nachfrage erhalten, ob und ggf. warum nicht wieder in ein rollierendes Homeoffice-System gewechselt werden soll. Diesen Schritt haben wir in den Beratungen noch nicht für erforderlich erachtet und dies hat auch wesentliche Gründe. Im Gegensatz zu 2020 und dem ersten Halbjahr 2021 gibt es aktuell eine deutlich abweichende Ausgangslage. Die Corona-Pandemie ist zwar immer noch sehr präsent und dominant im Arbeitsalltag, allerdings müssen wir dank der guten Impf- und Testmöglichkeiten keine so strengen Kontaktvermeidungsregelungen treffen. Die Impfquote in der Kernverwaltung des Amtes beträgt nahezu 100%, auch die Zahl der frisch Geimpften bzw. Geboosterten ist sehr hoch  und die Testmöglichkeiten sind vielfältig und gut verfügbar. Darüber hinaus haben fast alle Mitarbeiter*innen Einzelbüros und die Schutzmöglichkeiten vor einer Infektion sind hinlänglich bekannt.

Die Prämisse der Kontaktvermeidung – auch unter Verzicht auf Arbeitsleistung – war eine arbeitsbestimmende Festlegung seitens der Landesregierung, die mittlerweile nicht mehr gilt. Gleichsam wurde auch ein erhöhtes Risiko für die IT-Sicherheit akzeptiert, um Homeoffice in verstärktem Umfang zu ermöglichen. Diese Risiken in der IT-Sicherheit haben sich im Jahr 2021 in verschiedenen Verwaltungen realisiert und die Arbeitsfähigkeit der betroffenen Kommunen erheblich beeinträchtigt. Es erscheint daher nicht mehr verhältnismäßig, dieses Risiko zu forcieren. Vielfach habe ich außerdem die Rückmeldung erhalten, dass in dieser Zeit viel Arbeit nicht erledigt werden konnte. Vor dem Hintergrund der aufgeschobenen Arbeiten, die in den zurückliegenden Monaten langsam aufgearbeitet wurden, und auch der vielfältigen Herausforderungen, vor denen das Amt Schrevenborn steht, wäre ein erneuter Aufschub der vielen Aufgaben schwer zu vertreten.Inzwischen gibt es schließlich auch die Möglichkeit, einen mobilen Arbeitsplatz zu beantragen oder ggf. auch im besonderen Einzelfall in Absprache mit den jeweiligen Vorgesetzten kurzfristig ins Homeoffice zu wechseln. Von dieser Möglichkeit haben auch bereits einige Kolleg*innen Gebrauch gemacht.

Negative Erfahrungen mit unseren Hygieneregeln haben wir bisher nicht gemacht und ich bin zuversichtlich, dass wir bei strenger Beachtung unserer eigenen Regelungen auch in den kommenden Wochen und Monaten als Verwaltung gesund und arbeitsfähig bleiben. Ich wünsche jeder und jedem Einzelnen von Ihnen, dass Sie gesund bleiben und möchte Sie ermuntern, die Corona-Regelungen weiterhin sensibel zu verfolgen – auch wenn sich eine gewisse Müdigkeit gegenüber der Pandemie entwickelt.

Alle Kolleg*innen, die ungeimpft sind oder deren Impfung mehr als 3 Monate zurückliegt, haben bei einem Kontakt mit einer Omikron-Infektion ein erhöhtes Quarantäne-Risiko und sollten den Hygienevorschriften noch mehr Aufmerksamkeit schenken. Hierfür möchte ich Sie einmal mehr sensibilisieren.

Sollte doch nachweislich ein Kontakt mit einer infizierten Person stattfinden, bitte ich Sie um besondere Vorsicht und auch Rücksprache mit dem SG 10 bzw. Ihren Vorgesetzten zum weiteren Vorgehen. Es könnte Ihnen außerdem auch passieren, dass Sie quarantänepflichtig werden. Im Fall einer Quarantäne (ohne eine Erkrankung) kann ein Arbeiten im Homeoffice erfolgen, wenn die Aufgabe dafür geeignet ist. Ist dies nicht möglich, werden Sie in der Regel Quarantänegeld erhalten, welches der Zahlung von Krankengeld ähnelt. Weitere Details können Sie im SG 10 erfahren.

Für Rückfragen stehen Ihnen Ihre Vorgesetzten oder ich sehr gerne zur Verfügung. Ich hoffe, dass ich mit meinen erläuternden Ausführungen die eine oder andere Fragen beantworten konnte, die Sie sich möglicherweise gestellt haben.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund

Juliane Bohrer