Verkauf von Grundstücken an der Kieler Förde bis 1936
Der Verkauf der Grundstücke wurde von der 1899 eigens hierfür gegründeten Schrevenborn GmbH betrieben. Sie legte einen ausführlichen Immobilienprospekt auf, in dem die Lage des geplanten Baugebietes detailliert beschrieben und durch zahlreiche Fotos illustriert wurde.
Um die Attraktivität der Bauplätze zu erhöhen, kümmerte sich die GmbH auch um den Aufbau einer Verkehrsinfrastruktur. Sie finanzierte den Bau einer Dampferbrücke, die Anlage fester Wege, den Bau eines Blockheizkraftwerkes und die Einrichtung einer Telefonzentrale.
Um 1904 schlossen sich die Grundstückseigentümer in der Strasseninteressentschaft Kitzeberg-Schrevenborn zusammen und übernahmen den Unterhalt und weiteren Ausbau der Wege sowie den Unterhalt des Kitzeberger Fähranlegers. Nach der Auflösung der rechtlich eigenständigen Gutsbezirke 1928 und der im selben Jahr erfolgten Eingemeindung von Schrevenborn und Kitzeberg nach Heikendorf ging diese Aufgabe an die Gemeinde über.
Das erhalten gebliebene Protokollbuch der Strasseninteressentschaft Kitzeberg-Schrevenborn zeichnet ein Bild der Abläufe von der Gründung bis zur Übertragung der Wegeparzellen auf die Gemeinde und die Auflösung der Gesellschaft im Jahre 1936.